Unternehmensgeschichte

Das Unmögliche wagen
um das Bestmögliche zu erreichen ...
Prof. Claude Dornier

DORNIER CONSULTING
INTERNATIONAL GmbH

Platz vor dem Neuen Tor 2
10115 Berlin
Deutschland

Unternehmensgeschichte

Die Wurzeln der Dornier Consulting gehen weit zurück und sind in der Bodenseeregion verankert. Zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten des Bodenseeraums zählt unbestritten Ferdinand Graf von Zeppelin. Der 1838 in Konstanz geborene Visionär und Erbauer der gleichnamigen Starrluftschiffe wurde allerdings erst nach dem Ende seiner militärischen Laufbahn im Alter von 52 Jahren zum Techniker und Erfinder. 1908 setzte er den Grundstein der „Luftschiffbau Zeppelin GmbH“ und der Zeppelin-Stiftung. Kurz darauf entstand das Luftschiff LZ6, das erstmalig zur kommerziellen Beförderung von Passagieren eingesetzt wurde. 1915 wurde die „Zahnradfabrik“ aus der Taufe gehoben. Ihre Zahnräder und Getriebe, nach einem damals neuen Patent präzisionsgefertigt, versprachen eine optimale Kraftübertragung zwischen Motoren und Propellern der Zeppelin-Luftschiffe.

Neben seinem technischen Geschick verfügte Ferdinand Graf von Zeppelin aber auch über die Gabe, Menschen für sich zu gewinnen und von seinen kühn anmutenden Projekten zu überzeugen – auch über Rückschläge hinweg. Namenhafte Persönlichkeiten seiner Zeit, unter ihnen Claude Dornier, Karl Maybach, Alfred Colsman, Hugo Eckener und Alfred Graf von Soden-Frauenhof, kamen nach Friedrichshafen, um mit Zeppelin zusammenzuarbeiten.

 

Claude Dornier: Mission Aircraft

Dem Namensgeber der Dornier GmbH, Claude Honoré Desiré Dornier (*14. Mai 1884 in Kempten), stellte Graf Zeppelin oft außergewöhnliche Aufgaben. Im Jahre 1914 beauftragte er den jungen Diplom-Ingenieur mit der Entwicklung großer, ganz aus Metall gebauter Flugzeuge. Diese Herausforderung wurde zum beherrschenden Lebenswerk von Claude Dornier.

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Claude Dornier
© Dornier Museum Friedrichshafen

Seine Karriere beim Grafen Zeppelin begann mit der Ernennung zum Leiter der selbständigen Abteilung „Do“. Drei Jahre später wurde er bereits Geschäftsführer der „Zeppelinwerk Lindau GmbH“, die ab 1922 in „Dornier-Metallbauten GmbH“ umbenannt wurde und 1932 ganz in seinen Besitz überging. Die Dornier Consulting-Muttergesellschaft Dornier GmbH war geboren.

Claude Dorniers Wirken umspannte ein halbes Jahrhundert, seinen Maßstab formulierte er so: „Ich habe mir bei allen Entwürfen immer das Ziel möglichst hoch gesetzt, in der Erkenntnis der Tatsache, dass das endgültig Erreichbare erheblich unter dem Erhofften liegen würde.“

 

Ein Stück deutscher Industriegeschichte

Die Geschichte der Dornier GmbH ist sehr eng mit ihrem Gründer Claude Dornier verbunden, der die Firmengeschicke bis zu seinem Tod 1969 kontrollierte. Damit bildet sie eine Ausnahme unter den deutschen Unternehmen, die sich insbesondere nach dem Neubeginn der Luftfahrtindustrie in Deutschland 1955 durch Kooperationen und Fusionen enger zusammenschlossen. Bis zu dieser Zeit hatte die Dornier GmbH schon nahezu 80 verschiedene Flugzeugtypen entwickelt und gebaut. Viele Baumuster machten den Namen Dornier in diesen Jahren weltweit bekannt. An erster Stelle stehen aber die Flugboot-Familie vom Typ Wal und das zwölfmotorige Flugschiff Do X, das schon allein aus optischen Gründen eine Sensation war. Mitte des 20. Jahrhunderts war das Unternehmen auch in Italien und in der Schweiz tätig. In Spanien, Holland und Japan wurden Dornier-Flugzeuge in Lizenz gebaut. Ab 1934 engagierte sich die Dornier GmbH dann auch verstärkt im Bereich der Hochleistungsflugzeuge.

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Dornier GmbH

 

Die Entwicklung der Dornier Consulting International

Unternehmensstruktur und Entwicklung

Nach der Konzentration auf komplexe technische Aufgaben in der Luft- und Raumfahrt und dem damit verbundenen Projektmanagement, wurde 1962 in der Dornier GmbH ein separater Bereich „Beratungsplanung“ gegründet. Die Dornier Planungsberatung unterstützt Kunden bei der Planung und Realisierung von Investitionen und Organisationsprojekten.

Im Jahr 1995 wurde die Dornier Planungsberatung als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert, anfangs unter dem Namen Dornier SystemConsult. Das unternehmerische und fortschrittliche Denken des Gründers Dornier selbst charakterisiert nun die Unternehmenskultur. Denn wie Claude Dornier, sagte: „Es ist nicht das Geldkapital, das den Inhalt und Wert eines Unternehmens bestimmt, sondern der Geist, der in ihm herrscht. Geist ohne Tradition ist undenkbar.“

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Im Jahr 2002 wurde ein Re-Branding in Dornier Consulting durchgeführt. Mit neuem Namen und einer frischen Corporate Identity konzentriert sich die Firma auf die internationale Expansion mit anschließender Eröffnung von Niederlassungen in Abu Dhabi, Russland, Polen und Südafrika.

Im Jahr 2005 wurde die Firma wpm mit Sitz in Stuttgart (früher bekannt als Weidleplan) erworben. Mit diesem wichtigen Schritt erweitert Dornier Consulting seine Position als Gesamtanbieter von Beratung und Umsetzungslösungen im Bereich Projektmanagement und Begleitung im Bereich Hochbau.

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Im Jahr 2009 wurde in Saudi Arabien eine Tochtergesellschaft namens Dornier Consulting Services and Training gegründet, welcher sich für unsere Beratungs- und Implementierungsleistungen, insbesondere im Bereich Wasser- und Transportsektor, zu einem unserer wichtigsten Märkte entwickelt hat.

Im Jahr 2013 zog die Zentrale der Dornier Consulting vom Bodensee nach Berlin. Diejenigen, die Zugang zu Ministerien und Institutionen benötigen, wie die Dornier Consulting, müssen in der deutschen Hauptstadt präsent sein. Ebenfalls in diesem Jahr, wurden Filialen in Dubai und Amman eröffnet.

Im Jahr 2015 wurden alle ehemaligen Landesgesellschaften in die neue Dornier Consulting International verschmolzen, einem technologisch breit und global aufgestelltem Projektmanagement & Beratungshaus. Zum ersten Mal in der mehr als 50-jährigen Geschichte sind nun die Sparten Transport, Flughäfen, Energie, Wasser und Umwelt, Infrastruktur, Immobilien, Automotive und das damit verbundene Know-how unter einem Dach vereint.

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Projekte

Operation Research und Logistik für Heer und Marine als Ursprung der Planungsberatung bei Dornier Consulting

Schon Anfang der 1960er Jahre wurde der Aufbau der Bundeswehr durch neue systemanalytische und mathematische Planungsmethoden, genannt „Operation Research“ (OR) unterstützt. Dornier Consulting beriet etwa die Bundesmarine bei ihrer Analyse und Bewertung von Waffensystemen, wie Fregatten, bei Einsatzstrategien für Flottenverbände und bei der Organisation der Logistik, also des Nachschubes. Schon damals half ein Großrechenzentrum, komplexe Probleme durch möglichst wirklichkeitsnahe Simulations- und Planungsmodelle anzugehen. Schon bald wandte man die Erfahrungen und Methoden aus der Arbeit für die Bundeswehr auf aktuelle Verkehrsprobleme an. Die „OR-Abteilung“ wurde so zum Kern des neuen Geschäftsbereichs „Planungsberatung“ der 1962 gegründeten Dornier-System GmbH. Als der Suezkanal kurzzeitig geschlossen war, wurde für das Bundesverkehrsministerium ein Simulationsmodell für die Rohölversorgung der BRD entwickelt, genannt OLEO. Damit simulierte man verschiedene Krisenszenarien durch „Abbildung“ der verschiedenen Versorgungswege mit den Seehäfen, Pipelines, Binnenschifffahrts- und Schienenwege. Auch Kosten-Nutzen-Analysen für die Bewertung öffentlicher Investitionsvorhaben führte Dornier Consulting durch, so etwa die Erweiterung des Nord-Ostseekanals für die internationale Schifffahrt. Mit innovativen Verfahren wie der digitalen Kartographie und der raumbezogenen Umweltplanung entstanden für die militärische Planung der Bundeswehr Computer-Geländemodelle, die eine Simulation der Beweglichkeit von Heeresverbänden im Gelände und auf dem Straßennetz ermöglichten.

 

Weiterentwicklung der Logistik für Verkehr und Industrie

Als 1966 die ersten Containerschiffe in den deutschen Seehäfen anlegten, zeigte sich, dass die gesamte Hafenlogistik neu gestaltet werden musste. Mit Hilfe eines für Bremerhaven entwickelten Simulationsmodells der Containerbewegungen konnte eine optimale Umschlag-, Lager- und Transportorganisation geplant und eingeführt werden. Der Containerverkehr entwickelte sich so rasch, dass bald Engpässe beim Transport und Umschlag im Hinterland der BRD auftraten. Im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums wurden nun die Schwachstellen des Containertransports analysiert und übergreifende Lösungen für die Informationsflüsse der Transportketten entwickelt. Die Lösung ähnlich gelagerter Probleme anderer Industriezweige erzielte man mit Computerverfahren zur Logistiknetz-Optimierung. Wiedervereinigung und europäische Integration führten zum weiteren Anstieg des Transportverkehrs. Das erforderte eine Verbesserung der Logistikknoten, die Einrichtung regionaler Güterverkehrszentren und Planungen der Vernetzung mehrerer Verkehrsträger. Eine militärische Anwendung wurde zum unverzichtbaren Werkzeug der Industrie.

 

Mitwirkung bei der Entwicklung der Magnetschwebetechnologie

Vor dem Hintergrund von zunehmenden Staus, einer hohen Anzahl an Unfalltoten auf den Fernstraßen, einer überschuldeten Bahn mit unattraktiven Zügen und zunehmenden Forderungen zum Umweltschutz musste die Leistungsfähigkeit des innerdeutschen Verkehrssystems durch den Einsatz eines neuen Bahnsystems entscheidend verbessert werden. Hierzu wurde 1969 eine Systemanalyse über ein Hochleistungs-Schnellverkehrssystem (HSB) vom Verkehrsministerium in Auftrag gegeben. Um die dort identifizierte verkehrstechnologische Lücke im Bahnsektor zu schließen, startete der Bund das zweigleisige Forschungs- und Entwicklungsprogramm „Schnellbahn“. Gleichzeitig wurde empfohlen, zur Durchführung von Forschung- und Entwicklungsarbeiten eine Versuchsprogramm für ein Magnetbahnsystem d. h. mit magnetischen Spurführungs- und Antriebstechniken, einzurichten.

Dornier Consulting wurde mit der Projektbegleitung des vom Bundesforschungs- und -technologieministerium aufgelegten Forschungs- und Entwicklungsprogramms zur Magnetschwebetechnologie betraut, welches einen Zeitraum von nahezu 40 Jahren und ein Volumen in Höhe von 1,5 Mrd. € umfasste. Der Bau einer Großversuchsanlage (TVE) wurde auf einem Gelände bei Lathen im Emsland durchgeführt. Bau und Inbetriebnahme der TVE in zwei Phasen nahmen die Jahre von 1979 bis 1986 in Anspruch. Bereits seit 1982 war mit zahlreichen Streckenuntersuchungen begonnen worden. Als besonders interessant ausgewählt wurden die Strecken Berlin-Hamburg (1994-2000) sowie München Hbf – München Flughafen (2001-2008). Jedoch gelang es weder bei der einen noch der anderen Strecke für die Abgrenzung der Risiken zwischen Bund, Bahn als Betreiber und der Systemindustrie ein Einvernehmen zu erzielen.

Eine 30 km lange Magnetbahnverbindung in Shanghai blieb weltweit die einzige kommerzielle Anwendungsstrecke. Sie wurde gemeinsam von einer chinesischen Projektgesellschaft und einem Konsortium der Firmen Siemens und ThyssenKrupp auf Basis der in Deutschland entwickelten Technik in Rekordzeit zwischen den Jahren 2000 und 2003 fertiggestellt. Die Projektbegleitung seitens Dornier war dabei im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums über regelmäßige Kontakte mit dem chinesischen Technologieministerium in die Umsetzung eingebunden.

 

Neue Konzepte zur Integration der Verkehrssysteme

Mit steigendem Wirtschaftswachstum wuchs auch der Verkehr stark an. Der Ausbau der Verkehrsinfrastrukturen konnte kaum Schritt halten. Daher wurden neue Wege gesucht, durch Integration und Kombination der verschiedenen Verkehrsarten die Infrastruktur effizienter zu nutzen und die Umwelt zu entlasten. Straße, Wasser und Bahn wurden enger vernetzt. Für das Bundesverkehrsministerium wurde 1994 unter der Führung von Dornier Consulting ein Masterplan „Güterverkehr und Logistik“ entwickelt, der eine Strategie für die nachhaltige Entwicklung des Güterverkehrs in der Bundesrepublik bis ins nächste Jahrzehnt enthielt. Zuvor schon wurden in einer Kosten-Nutzen-Analyse die Vorteile regionaler Güterverkehrszentren (GVZ) nachgewiesen. Das erste dieser Zentren plante Dornier Consulting 1983, in Zusammenarbeit mit dem Land und der Wirtschaft, in Bremen. Dieses Zentrum war auch ein Pilotprojekt für eine neuartige „Citylogistik“, womit der Güterverkehr in den Städten verbessert und verbilligt werden sollte. Dornier Consultings Planungsansatz wurde nicht nur in Deutschland, sondern auch in Osteuropa umgesetzt.

 

Korridore für den internationalen Verkehr

Der Warenaustausch mit Osteuropa und der Sowjetunion wurde über wenige Eisenbahnverkehrslinien abgewickelt. Erschwert wurde dies durch den Wechsel von der europäischen Normalspur zur russischen Breitspur. Für den wichtigsten „Korridor“ über Berlin nach Moskau wurde im Jahr 1985 am Grenzübergangsknoten Brest zwischen Polen und Weißrussland ein modernes Umschlag- und Lagerzentrum nach westlichen Standards geplant. Nach dem Ende des kalten Krieges stiegen die Transportleistungen rapide an. Die Länder Osteuropas haben ein vitales Interesse am Aufbau leistungsfähiger Verkehrswege. Nur so kann der Handel untereinander, mit der Europäischen Union und weltweit florieren. Die EU fördert dies seit den 1990er Jahren im Rahmen des sog. TRACECA- Programms. Darin waren die Verkehrsplaner von Dornier Consulting Projektführer. Beim Knoten Brest wurden durch neue Anlagentechniken, etwa zum automatischen Wechsel der Spurweite, und moderne Organisationsformen die erforderlichen Kapazitäten geschaffen. Mit innovativen Transportlösungen kann der alte Mythos der Seidenstrasse wiederbelebt werden. Neue Logistikzentren an den Knotenpunkten der alten Handelsrouten übernehmen nun die Rolle der alten Karawansereien.

 

Luftverkehr braucht Flughäfen

Nachdem die Autobahnen und Eisenbahn-Schnelltrassen massiv ausgebaut worden waren, kam der Ausbau des Luftlinien-Netzes stärker in den Blick der Verkehrspolitik. Wie weit sich ein Regionalflugnetz rechnete, wurde von Dornier Consulting durch eine nationale Kosten-Nutzen-Analyse analysiert und prognostiziert. Dabei spielten auch die Vorlieben der Reisenden eine Rolle. Mit Hilfe eines Verkehrsmodells konnte die Verkehrsnachfrage für verschiedene Ausbauszenarien des künftigen Straßen-, Schienen- und Luftverkehrs simuliert werden. Das Ergebnis sprach für einen Ausbau des Regionalluftverkehrs. Auch hier kam die Planungsberatung zum Tragen: Für den neuen Münchener Flughafen plante Dornier Consulting ein neues Organisationskonzept der Bodendienste. Auch das wachsende Luftfrachtaufkommen am Drehkreuz Frankfurt erforderte neue Organisationsformen zur Bodenabfertigung. Für die Erweiterung des Flughafens Moskau Sheremetjewo entwickelte Dornier Consulting einen Masterplan, der sowohl die Konzeption der Anlagen, als auch die Logistik umfasste, ähnlich wie für das Asia Airfreight Terminal am neuen Flughafen Hongkong. Dornier Consulting war auch an der Standortbewertung für einen neuen internationalen Berlin-Brandenburger Flughafen beteiligt und betreute die Umwelt-Belange des öffentlichen Genehmigungsverfahrens. Für den Ausbau des Frankfurter Flughafens hat Dornier Consulting die Projektleitung des Genehmigungsverfahrens übernommen und war verantwortlich für die Projektsteuerung bei der Implementierung des gesamten Ausbauprogramms, einschließlich der Landebahn Nordwest und des Terminals A-Plus.

 

Dornier-Projektmanagement für Industrie und Forschung

Bereits in den 1960er Jahren wurden bei Dornier Consulting neue Methoden für das Projektmanagement entwickelt und bei den damaligen Großprojekten der Luft- und Raumfahrt eingesetzt. Der International Project Management Association (IPMA) von 1967 folgte 1979 die Deutsche Gesellschaft für Projekt Management (GPM), die unter Initiative von Dornier Consulting gegründet wurde. Die Firma entwickelte und vermarktete Handbücher und Richtlinien für Projektleiter, sowie Computerprogramme zur Projekttermin- und Kostenplanung. Dazu kam als Dienstleistung die Steuerung einer Reihe von Großprojekten. Dornier beriet beispielsweise das Forschungsprogramm der Bundesrepublik zur Magnetbahn, die Entwicklung des Jülicher Teilchenbeschleunigers für Neutronen, sowie des Zentrums zur Protonen und Ionen- Grundlagenforschung in Darmstadt. Von Anfang an wurde bei Dornier Consulting die interne Projektmanagement-Schulung und die Weiterbildung gepflegt, die Qualifikation der Mitarbeiter verbessert. Daraus entstanden auch Kurse für Mitarbeiter anderer Firmen und Institutionen.

 

Projektsteuerung für den Ausbau des Schienenverkehrs

Nach der Wiedervereinigung war es wichtig, mit einem möglichst geringen Investitionsaufwand vorhandene Strecken zwischen Ost und West zu modernisieren und modernes Fahrzeugmaterial zum Einsatz zu bringen. Hierzu bot sich der Betrieb von Neigetechnikfahrzeugen an, die mit einem moderaten Mitteleinsatz beim Gleis und bei der Signaltechnik eine deutliche Fahrzeitreduzierung (bis zu 20%) im Personenverkehr erzielen kann. Dornier Consulting hatte hierbei die Aufgabe, für diese beiden Großprojekte die Projektsteuerung zur Unterstützung der bahnseitigen Projektleitung wahrzunehmen. Diese beiden Projekte bildeten die Grundlage, auf derer sich die Kompetenz der Dornier Consulting als Projektbegleiter/-steuerer auf dem Bahnsektor entwickeln konnte. Dornier Consulting war zudem in Südafrika für das Monitoring einer bis zur Fußballweltmeisterschaft 2010 geplanten regionalen Schnellbahnverbindung und im Sudan als Bauherrenbetreuer der dortigen Bahnverwaltung beim Bau einer neuen Eisenbahnstrecke von Khartum nach Port Sudan aktiv.

 

Für nachhaltige Mobilität

Mobilität ist ein menschliches Grundbedürfnis. Die Versorgung mit materiellen und immateriellen Gütern, die menschliche Kommunikation und das Bedürfnis nach Bewegung erfordern Transport von Personen, Gütern und Informationen. Mobilität verbraucht Ressourcen, besonders Energie, und belastet die Umwelt. Effiziente Verkehrskonzepte können diesen Verbrauch und die Umweltbelastungen begrenzen und damit Mobilität dauerhaft ermöglichen. Dazu müssen Teilsysteme des Verkehrs, wie Verkehrsmittel und Verkehrsinfrastrukturen auf „intelligente“ Weise gestaltet werden. Für eine nachhaltige, zukunftsfähige Mobilität muss nicht nur dem wachsenden Verkehrsaufkommen Raum geschaffen werden. Auch die Ursachen müssen beeinflusst werden, etwa durch Lenkung der Siedlungsentwicklung oder Integration der Verkehrsnetze. Dazu gehören auch eine bessere räumliche und zeitliche Abstimmung der Verkehrsströme sowie der optimale Einsatz der einzelnen Verkehrsträger. Dornier Consulting entwickelte integrierte Verkehrsmanagement-Systeme für mehrere Städte. Dazu zählte das wiedervereinte Berlin. Aufgabe war hier eine Vernetzung der Stadtbezirke und des Umlandes und eine Neugestaltung der Bahnhöfe. Die Idee von „Baulogistikzentren“ zur Versorgung der Berliner Großbaustellen entstand. Für Moskau und die saudi-arabische Metropole Riad entwickelte Dornier Consulting zukunftsweisende Verkehrsstrategien und Infrastrukturprogramme für neue Netze des öffentlichen Verkehrs.

 

Mehr Sicherheit und Effizienz durch Telematik

„Telematik“ setzt sich aus „Telekommunikation“ und „Informatik“ zusammen. Als „Verkehrstelematik“ zielt sie in Form von Verkehrsinformations-, Leit- und Überwachungssystemen auf höhere Sicherheit und Zuverlässigkeit im Personen- und Güterverkehr. Oft werden Technologien verwendet, die aus der Luft- und Raumfahrt stammen, wie Telemetrie, Datenfernübertragung, oder Sensorik. Auch Automatisierung und satellitengestützte Ortsbestimmung (GPS) werden eingesetzt. Dornier Consulting entwickelte dabei innovative Telematikysteme, die heute zum Standard gehören, wie etwa das LKW-Mautsystem für die deutschen Autobahnen. Zur Verbesserung der Strassenverkehrssicherheit entwickelte Dornier Consulting bereits 2002 das Notrufsystem „TeleAid“. Die deutschen Erfahrungen bei der Fahrzeug- und Straßensicherheit werden von der Firma partnerschaftlich, unterstützt von der Weltbank, an Länder weitergegeben, die noch mit hohen Unfallzahlen zu kämpfen haben. Aber auch die Deutsche Bahn hat sich die Erfahrungen von Dornier Consulting bei Telematikanwendungen zu Nutze gemacht. 1995 entstand ein Szenario eines „Zukunftsorientierten Betriebs-Leitkonzepts“ (ZBL), bei dem die Züge im Netz gesteuert und die Fahrgäste Verkehrsträger übergreifend informiert werden.

 

Know-how und Technologien für ein nachhaltiges Ressourcenmanagement

Systemberatung hilft auch bei der Lösung eines der Probleme der Menschheit, dem Trinkwasser. Es ist ein kostbares Gut: etwa ein Drittel der Menschheit hat keinen Zugang zu sauberem Wasser. Mit modernen Verfahren erkundet das Team von Dornier Consulting gemeinsam mit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit die Grundwasservorkommen in verschiedenen Wüstengebieten der Arabischen Halbinsel. Satellitendaten und Erkundungen vor Ort sind die Grundlage für hydrogeologische Modelle, die Verfügbarkeit und Verbrauch nachbilden. Damit wird ein landesweites Managementsystem für die Überwachung und nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser aufgebaut. Durch ständige Überwachung des Wasserkreislaufs, durch sparsamen Umgang und durch Abwasseraufbereitung zur Bewässerung ist selbst in Wüsten Besiedlung und Landwirtschaft langfristig möglich.